Der Boxer und die Friseuse (2004)

Als der junge Profiboxer Mirco kurz vor seinem ersten Kampf seinen Promoter (Tilo Prückner) umhaut, verspielt er den letzten Kredit bei seinem Lebensgefährten Fränki, der sich die ganze Zeit rührend um ihn gekümmert hat – und das, obwohl er seit seiner Haftentlassung den Frauen nachsteigt und behauptet, er sei „nur knastschwul“. In der Liebeskomödie Der Boxer und die Friseuse, mit der Hermine Huntgeburth und Drehbuchautor Eckhard Theophil („Männerpension“) einmal mehr ihren köstlichen Sinn für Humor beweisen, haben Ulrich Noethen und Hinnerk Schönemann zwei wunderbare Charaktere geschaffen. Hier trifft ein breitbeiniger Kraftprotz und Einfaltspinsel, der trotzig versucht, seinen eigenen Weg zu gehen, und dabei überall aneckt, auf einen romantischen Feingeist von Starfriseur, bei dem aber auch schon mal die Sicherungen durchbrennen. Paradeschwule wie bei Michael „Bully“ Herbig sucht man in dieser Komödie glücklicherweise vergeblich.