Wilde Engel

Das Heer der weiblichen Superhelden ist noch längst nicht komplett. Nach dem Import von James Camerons Science-Fiction-Serie „Dark Angel“, auch auf RTL erstausgestrahlt, schickt der Marktführer gleich drei Wilde Engel ins Primetime-Quotenrennen. Der so genannte Backdoor-Pilot der selbstproduzierten Actionserie arbeitet sich mit großem Bängbäng an einer immerhin plausiblen und beinahe aktuellen Kriminalstory ab: Eine Gruppe von Bundeswehrsoldaten plant mittels eines genialen Coups, die Euro-Umstellung für einen genialen Coup zu nutzen und damit für immer der kniffligen Frage „Wer wird Millionär?“ zu entgehen. Leider haben sie die Rechnung ohne die Kickboxerin Birgit Stauber gemacht, die in Eva Habermann tat- und in Susann Uplegger zahlungskräftige Unterstützung im Kampf gegen das Böse findet. Der augenscheinlich auf einen Kult spekulierenden „Drei Engel für Charlie“-Variante des Drehbuchautors Timo Berndt mangelt es zumindest in der ersten Folge an Charme und Witz, und auch die Chemie zwischen den frisch gebackenen Superheldinnen wirkt reichlich unausgegoren.

Werbeanzeigen