Dresden

Die feierliche Weihe der Dresdner Frauenkirche im letzten Jahr gehört zweifellos zu den kulturellen Höhepunkten des noch jungen Jahrtausends, der Event-Zweiteiler Dresden definitiv nicht. Durchgehend in Distanz schaffendes Sepia getaucht, handelt der zehn Millionen Euro teure Antikriegsfilm von Roland Suso Richter brav Themen wie Hunger, Vertreibung und Gewalt gegen Kollaborateure ab, um sich nach einem besonders zäh inszenierten ersten Teil allmählich dem flammenden Inferno vom Februar 1945 zu nähern. Die Krankenschwester Anna (Felicitas Woll) verliebt sich in den abgeschossenen britischen Bomberpiloten Robert (John Light), der im Gegensatz zu seinen Kameraden fließend deutsch spricht und deshalb, wie praktisch, auch nicht untertitelt werden muss. Einmal mehr verbrämt teamWorx einen bedeutenden historischen Stoff mit einem kitschigen Arztroman, Autor Stefan Kolditz entreißt ein paar Kapitulationswitze dem Vergessen.

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