V.I.P. – Die Bodyguards (1998-2002)

Pamela Anderson Lee, mit ihrer Entscheidung gegen das Silikonimplantat der Konkurrenz wieder einmal zwei Brüste voraus, bleibt zwar der Serie und auch den Schönen und Reichen treu, wagt mit V.I.P. – Die Bodyguards jedoch den erfreulichen Sprung in die „aufgeklärte“ Welt der Dekolleté-Unterhaltung, die sich durchaus bewusst ist, dass der Heißhunger auf Luxus in der Regel mit einem Hot-Dog gestillt wird. Vom halb entblößten Rettungsengel zum Leibwächter für Beverly-Hills-Schnösel und zur Mitproduzentin aufgestiegen, hat sie gemeinsam mit Jonathan F. Lawton (u.a. Script für „Pretty Woman“) einen hyperbunten, schrillen Action-Comic kreiert, in dem es – ähnlich wie in „Pulp Fiction“ – eigentlich ständig um Belangloses geht, derweil sich die üppige Leiterin der exklusiven Agentur Vallery Irons Protection den bleihaltigen Plots stellt (Stichwort: kugelsicherer Schreibtisch). Gemessen an der Biederkeit von „Baywatch“, wo Pam nur dauernd planschte, ist der furztrockene Humor und der lockere, selbstironische Ton dieser Serie ein erheblicher Fortschritt.