Der Mann im Strom

Vom Arbeitsmarkt ausgespuckt, zieht der Bergungsinspektor Jan Hinrichs (Jan Fedder) mit seiner Familie von Wismar nach Hamburg, wo der allein erziehende Mittfünfziger aber auch keine Anstellung findet. Erst als er sich um zehn Jahre jünger macht, darf er beweisen, dass nur erfahrene Bergungstaucher können, was erfahrene Bergungstaucher können – und hat allerhand Trouble mit dem Freund seiner schwangeren Tochter, der auf die schiefe Bahn geraten ist. Der Mann im Strom nach dem gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz, der dieser Tage seinen 80. Geburtstag feiert, erzählt eine konventionelle Verbrechen-lohnt-sich-nicht-Geschichte aus dem Hamburger Hafenmilieu, die auf Grund ihrer schulmeisterlichen Didaktik reichlich angestaubt wirkt. Umso nachdenklicher stimmt einen der Umstand, dass die sozialkritische Komponente des 1957 entstandenen Romans aktueller ist denn je.

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