Geisterjäger John Sinclair

Als „Mystery-Crime-Serie“ kündigt RTL seinen durchwegs gelungenen Versuch an, das Niveau des deutschen Fernsehens auf den Nullpunkt zu drücken. Bisher hat man gottlob nur einen Pilotfilm und acht weitere Folgen in Auftrag gegeben, doch wenn auch diese Bastei-Lübbe-Verfilmung (nach „Dr. Stefan Frank“ u.a.) Anklang beim Publikum findet, dann stehen uns gruselige Zeiten ins Haus. Fürwahr als Verbrechen am guten Geschmack angelegt und der äußerst mysteriöse Versuch, ausgerechnet Kai Maertens („Ufos über Waterloo“) als Drei-Tage-Bart-Gentleman-Retter für eine total beknackte Menschheit zu etablieren, könnte der nach Jerry Cotton und Perry Rhodan drittbeliebteste unter den Groschenhefthelden bei bisher 1130 Romanabenteuern zu einer Dauerplage dieses Millenniums werden. Plumpe, billige Effekte, hölzernes Spiel und dummdreiste Dialoge in einer, summa summarum, kongenialen Umsetzung von Trivialliteratur – hier kommt Geisterjäger John Sinclair.

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