Tödliches Vertrauen (2002)

Viel ist nicht mehr los in den weitläufigen Wäldern um Kassel. Von Zeit zu Zeit trifft man auf einen Jogger, ein alter Mann füttert Vögel, und hier und da stößt man auf einen psychopathischen Frauenmörder. Schon seit Jahren werden in der Gegend fürchterliche Verbrechen verübt, die eines gemeinsam haben: Ein mysteriöser Unbekannter quält seine Opfer über längere Zeit, bevor er sie tötet. Der ermittelnde Kommissar (Christian Redl) steht buchstäblich im Wald, und auch als die neue ABM-Kraft unter den Forstarbeitern (Barbara Rudnik) einen kerngesunden Baum fällt und dabei eine weitere Frauenleiche entdeckt, geht ihm in der entstandenen Lichtung kein Licht auf. Wer diesem leider ziemlich hölzern geratenen Who-dunit-Thriller von Johannes Grieser (Regie) und Timo Berndt (Buch) sein Tödliches Vertrauen schenkt, der wird immerhin von einer vorzüglichen Besetzung entschädigt – in weiteren Rollen sind unter anderem Otto Sander und Thomas Sarbacher zu sehen.

Mörderische Suche (2004)

Es ist schon ein Kreuz mit den Männern. Nie kann man ihnen wirklich vertrauen, und schon gar nicht dem eigenen Gatten. Als Katharina Benedek ihren Mann Richard, einen höheren Beamten der EU, in Prag besucht, möchte sie ihm eigentlich eine frohe Botschaft überbringen und anschließend eine gemeinsame Reise mit ihm nach Barcelona antreten. Schon in der ersten Nacht allerdings erwischt sie ihn mit einem Callgirl an der Hotelbar, und kurz darauf ist er sogar gänzlich aus ihrem Bett und von der Bildfläche verschwunden. Ann-Kathrin Kramer spielt die Hauptrolle in diesem TV-Aufguss von Roman Polanskis „Frantic“, in dem sich die Filmbösewichte wie Abziehbilder aus einem billigen Schundheft benehmen. Gehen Sie mit ihr auf die Mörderische Suche nach auch nur einer einzigen originären Idee dieses Thrillers von Johannes Grieser, und staunen Sie, wie ihn selbst so vorzügliche Darsteller wie Christoph Waltz und Jörg Schüttauf nicht um einen Deut aufwerten können.