Das Geheimnis – Auf der Spur des Mörders

In Das Geheimnis – Auf der Spur des Mörders rächt eine mysteriöse Unbekannte gleich eine Reihe von Vergewaltigungsopfern, deren Peiniger allesamt ungeschoren auf freiem Fuß blieben. Eine davon ist die Gerichtsmedizinerin Karen Fallscheider, dargestellt von Barbara Rudnik, die nun reichlich Leichen auf dem Seziertisch und einigen Ärger mit den aufgescheuchten Beamten der Kripo hat, da sie offensichtlich in Verbindung mit der Täterin steht. Nach bewährtem whodunit-Muster heruntergespulter Thriller, der seinen vermeintlich sozialkritischen Ansatz für einen zwar dramatischen, aber auf Schockeffekte ausgelegten Rachefeldzug verschenkt.

Werbeanzeigen

Verdammte Gefühle

Vom Presseinfo noch als „turbulente Liebeskomödie“ angekündigt, präsentiert sich die haarsträubende Kolportage-Geschichte Verdammte Gefühle als zuweilen unfreiwillig komisches Drama, das Jette Glücklich ganz unglücklich macht. Die allein erziehende Mutter eines nahezu erwachsenen Sohnes und alleinige Chefin eines Ein-Personen-Catering-Unternehmens (Barbara Rudnik) begegnet ihrer großen Liebe Mario alias Thomas Sarbacher wieder, was zu allerlei Gesichtsmuskelübungen seitens der Hauptdarsteller und beinahe sogar zu einer Inzesttragödie führt. Als Drama vollkommen indiskutabel und als Komödie ein schlechter Witz.

Tödliches Vertrauen

Viel ist nicht mehr los in den weitläufigen Wäldern um Kassel. Von Zeit zu Zeit trifft man auf einen Jogger, ein alter Mann füttert Vögel, und hier und da stößt man auf einen psychopathischen Frauenmörder. Schon seit Jahren werden in der Gegend fürchterliche Verbrechen verübt, die eines gemeinsam haben: Ein mysteriöser Unbekannter quält seine Opfer über längere Zeit, bevor er sie tötet. Der ermittelnde Kommissar (Christian Redl) steht buchstäblich im Wald, und auch als die neue ABM-Kraft unter den Forstarbeitern (Barbara Rudnik) einen kerngesunden Baum fällt und dabei eine weitere Frauenleiche entdeckt, geht ihm in der entstandenen Lichtung kein Licht auf. Wer diesem leider ziemlich hölzern geratenen Who-dunit-Thriller von Johannes Grieser (Regie) und Timo Berndt (Buch) sein Tödliches Vertrauen schenkt, der wird immerhin von einer vorzüglichen Besetzung entschädigt – in weiteren Rollen sind unter anderem Otto Sander und Thomas Sarbacher zu sehen.

Liebling, bring die Hühner ins Bett!

Familie Teuffel zieht aufs Land, aus der hektischen Großstadt Berlin in das beschauliche Krummenwalde. Mutti, die die ganze Bagage ernährt, bekommt einen neuen Job, die jüngste Tochter einen Hund, die ältere einen Apfel und eine Tafel Schokolade, weil sie pausenlos schmollt, der Sohn fährt ein Huhn platt, und Vati, der ganz tolle Sachbücher schreibt, plumpst von der Leiter und bekommt einen Hahn. Natürlich passiert in Matthias Tiefenbachers flott dahinplätschernder Komödie Liebling, bring die Hühner ins Bett! noch viel mehr, aber man soll ja auch nicht immer gleich alles verraten. Nur so viel vielleicht: Barbara Rudnik und Axel Milberg als die erziehungsberechtigten Teuffel geben ein eingespieltes Gespann ab und der Nachwuchsmime Ludwig Blochberger sieht Leonardo DiCaprio ähnlich. Eine weitere belanglose, sentimentale Familienkomödie, irgendwo zwischen „Liebling, ich muss auf Geschäftsreise“ und „Liebling, vergiss die Socken nicht“.

Die Leibwächterin

Eigentlich regelt die ehrgeizige EU-Politikerin Johanna Sieber ihre Angelegenheiten lieber allein, doch als sie kurz vor einer wichtigen Rede von einem Unbekannten tätlich angegriffen wird, kommen ihr Die Leibwächterin Mona und ihr umsichtiges Eingreifen doch sehr gelegen. Eine erste Annäherung zwischen zwei starken Frauen, denen alsbald weitere folgen, denn ein mysteriöser Erpresser zwingt Mona, Informationen über die engagierte Politikerin weiterzugeben. Nach einem Buch des versierten Krimiautoren Harald Göckeritz hat Markus Imboden einen spannenden Politthriller inszeniert, an dem vor allem die vielen gebrochenen Charaktere interessieren. Barbara Rudnik spielt Johanna und glänzt als leidenschaftliche Verführerin, Ulrike Folkerts spielt Mona und geht ganz in der Rolle einer selbstbewussten Frau auf, die sich nicht zum ersten Mal in ihrem Leben in die Enge getrieben sieht.

Das Biest im Bodensee

Frankenstein, E.T., J.R. – nicht eines dieser Monster hat der sprichwörtliche Erfindungsgeist der Deutschen ersonnen. Die einzige international bekannte Kreatur, die der deutschsprachige Raum bislang hervorgebracht hat, ist Arnold Schwarzenegger – und der ist Österreicher. Doch das soll endlich anders werden. Für das „erste Creature-Movie im deutschen Fernsehen“ hat RTL-Television Barbara Rudnik mit einem Hai und einem Leguan geklont. Herausgekommen ist Das Biest im Bodensee, eine sich mit rasender Geschwindigkeit entwickelnde, zur Selbstfortpflanzung fähige Mutation, die aus den Forschungslabors des Chemiegiganten „Sirling“ entkommt und fortan für allerlei Schrecken unter Wassersportfreunden sorgt – eine zivilisationskritisch angehauchte, inhaltlich leider auf ausgesprochen wackeligen Beinen stehende, tricktechnisch dafür umso ansprechendere Horrorvision. Ökonomisch in der Anwendung seiner Mittel und mit einigen gelungenen Genre-Zitaten gespickt, vermag der Film durchaus zu unterhalten, seine beeindruckende Computeranimation aber kann er in keine ihr würdige Handlung einkleiden – was einmal mehr den Sieg der Technik über den menschlichen Geist dokumentiert.

Wilsberg – In alter Freundschaft

Lebenskünstler und Privatdetektiv Georg Wilsberg gerät in ein undurchsichtiges Komplott um Liebe, Macht und Geld, in das nicht nur sein Schwarm Ines aus der Schulzeit, sondern auch diverse andere seiner Freunde (und Feinde) verwickelt zu sein scheinen. Wie praktisch immer in der Reihe werden die Ermittlungen dadurch erschwert, dass der gute Mann keinen Pfennig auf der Naht und den Gerichtsvollzieher an den Hacken kleben hat. Der im katholischen Münster spielende Krimi In alter Freundschaft ist mit Leonard Lansink, Barbara Rudnik und Marie Zielcke hervorragend besetzt.