Die Kreuzritter

KirchMedia rief „Es ist Glaubenskrieg!“ und alle, alle kamen: Thomas Heinze (Prinz Roland) ebenso wie Johannes Brandrup (Richard), Thure Riefenstein (Andrew) ebenso wie Alessandro Gassman (Martin), Uwe Ochsenknecht (Corrado) und der alte Glockengießer Armin Mueller-Stahl sowieso. Sogar Franco Nero hat den Weg nach Marokko gefunden, um Die Kreuzritter bei ihrem Kampf um das verlorene Hl. Land zu unterstützen und nahtlos an Erfolge wie „Zwiebel-Jack räumt auf“ anzuschließen. Alles in allem eine vor allem lange und deshalb auf zwei Sendetermine verteilte deutsch-italienische Koproduktion, deren rührige Blutvergießen-ist-böse-Botschaft im Aufwand der nicht enden wollenden Schlachtengetümmel erstickt.

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Taxandria

Im fernen Taxandria verschmelzen eingefleischte Vollblutschauspieler wie Armin Mueller-Stahl oder Katja Studt mit den surrealistischen Visionen des Malers und Animationsfilmers Raoul Servais. Vier Jahre lang bastelten die Techniker an der optimalen Mischung der digitalen und realen Bilder, und das Ergebnis gibt ihnen recht: „Taxandria“ ist nicht nur eine der teuersten europäischen Koproduktionen geworden, sondern auch einer seiner wertvollsten Beiträge zum phantasievollen Umgang mit dem Medium Film. Dabei ist die Fabel des zeitlosen Märchens vergleichsweise einfach: Gemeinsam mit dem Leuchtturmwärter Karol lernt der junge Prinz Jan – anstatt mit seinem Privatlehrer schnödes Schulwissen zu büffeln – die Macht der Kontrolle als hohle Hülle und den Geschmack von Freiheit und Gefangenschaft kennen.