Verleugnung (2016)

Nach einer wahren Begebenheit entstandenes Justizdrama mit Rachel Weisz, die sich an der Seite ihrer Anwälte in einem Gerichtsverfahren gegen die Verleumdungsklage eines Populisten und Holocaust-Leugners wendet. In mehrfacher Hinsicht für seine aktuellen politischen Bezüge sehenswerter Film von Mick Jackson , der sich gegen die immer wiederkehrenden Versuche wendet, historische Tatsachen zu verdrehen, aber auch die Schwierigkeiten zeigt, im Zweifelsfall eine allgemeingültige Wahrheit vor Gericht zu beweisen.

Sa., 25. Januar, 23.30 Uhr, RBB

Public Enemies (2009)

Biografisch-amouröses Gangsterdrama, in dem Johnny Depp als „Staatsfeind Nr. 1“ von der Polizei gejagt wird, immmer wieder aus dem Gefängnis ausbricht, schließlich aber selbst einsehen muss, dass er als Bankräuber ein auslaufendes Geschäftsmodell verfolgt. Hochkarätig besetzt, hochwertig fotografiert, in der Anlage der Hauptfigur hochgradig heroisch, aber freizügig bezüglich der historischen Wahrheit, gefällt dieser an der Lebensgeschichte John Dillingers orientierte Film vor allem als nostalgisch überhöhtes, actionreiches Liebesdrama.

Do., 23. Januar, 23.10 Uhr, ZDF Neo

Kampf der Titanen (2010)

Vor allem auf spektakuläre Schauwerte abzielendes Fantasy-Actionabenteuer, das als tricktechnisches „Update“ und Remake des Originalfilms von 1981 dank seiner zuweilen selbstironischen Haltung zu gefallen versteht und den Halbmenschen Perseus alias Sam Worthington, seit „Avatar“ Spezialist für exotisches Federvieh, auf seinem geflügelten Rappen Pegasus in unerbittliche Kämpfe mit den olympischen Göttern verwickelt. Fazit: halbherzig angerichtete Halbgötterspeise mit sehenswert choreografierten Gefechten, allerlei fiesen Riesenskorpionen und weiteren mythologischen Fabelwesen.

Di., 21. Januar, 20.15 Uhr, TNT Film

Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis (2014)

Im Gewand eines Thrillers inszeniertes, gesellschaftskritisches Krimidrama um einen Kleinkriminellen auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld und lukrativen Einkommensquellen, der, fasziniert von den Möglichkeiten im Nachrichtengeschäft, als Freelancer auf die Jagd nach spektakulären TV-Nachrichtenbildern geht und zu diesem Zweck einen obdachlosen jungen Mann als unterbezahlten Azubi anheuert. Die zynisch überhöhte Mediensatire, die nebenbei die Verhandlungstaktiken der Branche karikiert und auch den Zuschauer zu einer Selbstreflektion über die eigene Schaulust zwingt, bietet dem Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal die Gelegenheit für die beunruhigende Charakterstudie eines Mannes, der keinen blassen Schimmer von journalistischer Ethik hat und sich stattdessen vom manischen Arschkriecher in ein größenwahnsinniges Arschloch verwandelt.

Mo., 20. Januar, 18.15 Uhr, TNT Film

Auguste Rodin (2017)

Lebenskluge Künstlerbiografie von Jacques Doillon unter besonderer Berücksichtigung des schwierigen Liebesverhältnisses zu seiner Kollegin Camille Claudel, die er – fortschrittlich in ihrem künstlerischen Empfinden, aber hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Stellung in klassischen Rollenbildern gefangen – als Seelenverwandte hochschätzt und liebt, aber wegen „älterer Verpflichtungen“ nicht heiraten möchte. Vor allem in der männlichen Hauptrolle bemerkenswert gespielt, überzeugt dieser Film als dramatisches Zeitzeugnis einer unmöglichen Liebe, aber auch als späte Würdigung eines außergewöhnlichen Künstlers.

So., 19. Januar, 20.15 Uhr, Kinowelt TV

Iron Man (2008)

Komödiantisches Sci-Fi-Actionabenteuer nach der gleichnamigen Marvel-Comicfigur, in der dem Firmenerben Tony Stark alias Robert Downey Jr. Zweifel im Hinblick auf das Geschäftsmodell von Stark Industries kommen, als er bei der Präsentation eines neuartigen Raketensystems in die Hände bis an die Zähne bewaffneter Terroristen gerät und in der Folge seine Geburt als wandelnde Hightech-Blechdose einleitet. Vor allem in seinen parodistischen Passagen um einen menschlichen „Superman“ gelungener Blockbuster mit sympathischer Botschaft.

Fr., 17. Januar, 20.15 Uhr, RTL2

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Aus einem Guss inszenierter Sci-Fi-Horrorthriller um die Besatzung einer kommerziellen Weltraum-Mission, die auf ihrem Weg zurück zur Erde ein Notsignal empfängt, einen Zwischenstopp auf dem Planetoiden LV-426 einlegt, kurze Zeit später ihr erstes Crewmitglied Kane alias John Hurt bei der Geburt eines Aliens verliert und in der Folge alle Hände voll zu tun hat, den nervigen blinden Passagier aufzustöbern. Drollig mutet aus heutiger Sicht die Tatsache an, dass sich Regisseur Ridley Scott anno 1979 nicht scheute, in einem 2122 spielenden Film mehrere Crewmitglieder, aber nicht „das verdammte Mistvieh“ beim Rauchen zu zeigen…

Di., 14. Januar, 20.15 Uhr, SYFY