Supermarkt (1974)

Milieubetonter Action-Krimi um einen verwahrlosten Gelegenheitsdieb und „Schmarotzer“, der, von der Polizei gesucht, von einem schmierigen Luden als Lockvogel ausgenutzt, von einem arroganten Homosexuellen der Oberschicht drangsaliert und von einem zweifelhaften Journalisten für seine Zwecke instrumentalisiert, vom unteren Ende der Nahrungskette loszukommen versucht und dabei zum zweifachen Mörder wird. In mancherlei Hinsicht an Jean-Luc Godards „Außer Atem“ erinnernd, setzt Regisseur Roland Klick im Gegensatz zu den meisten deutschen Autorenfilmern seiner Zeit auf schnörkelloses Genrekino und authentische Emotionen und Figuren – und beweist nebenbei sein glückliches Händchen bei einem gelungenen cineastischen Zauberkunststück. Den leitmotivisch eingesetzten Titelsong „Celebration“ singt kein anderer als „Marius West“, der außerdem in einer seiner seltenen Synchronsprecher-Rollen zu hören, aber mittlerweile besser unter seinem vollen Namen Müller-Westernhagen bekannt ist.

Mo., 22. August, 23.15 Uhr, NDR

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