Requiem for a Dream (2000)

Empathisch-bitterhumoriges Drogen-Drama von Darren Aronofsky nach dem gleichnamigen Roman von Hubert Selby, das sich als rauschhaft inszenierte Bilderflut des Split-Screen-Verfahrens und vieler weiterer filmischer Mittel bedient, um den persönlichen und sozialen Niedergang vierer Drogenabhängiger in New York zu beschreiben und zu einer gesellschaftskritischen Anklage gegen die Ignoranz mächtiger Medien- und Pharmakonzerne zu verdichten, die, im Alltagsleben durch gewöhnliche Menschen wie du und ich vertreten, gewinnbringend Schabernack mit echten Schicksalen treiben. Eindringlich bis zur Selbstaufgabe gespielt, transportiert dieser Film auf vorbildliche Weise das Anliegen eines höchst unterhaltsam geschriebenen Romans, der sein wichtiges Thema Sucht schon 1978 aus dem Ghetto impulsgesteuerter Junkies herausgebracht und in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang gestellt hat.

Sa., 15. Januar, 20.15 Uhr, Warner TV Film

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