Das Geheimnis des verborgenen Tempels (1985)

Komödiantisches Mysteryabenteuer mit Fantasy- und Actionelementen von Barry Levinson, das Sir Arthur Conan Doyles literarisches Werk um ein Kapitel aus den Jugendtagen seines Romanhelden Sherlock Holmes bereichert, der hier an der Seite seines treuen Studienkollegen John Watson den Spuren einer rätselhaften Mordserie folgt und dabei in den Besitz seiner Markenzeichen Umhang und Pfeife kommt. Produzent Steven Spielberg hinterlässt überdeutlich seinen Einfluss auf einen insgesamt vergnüglichen Unterhaltungsfilm, der vor allem hinsichtlich seiner musikalischen Untermalung nicht mehr wirklich überzeugen kann.

Mi., 30. Dezember, 20.15 Uhr, ARTE

Per Anhalter durch die Galaxis (2005)

Liebevoll-unspektakulär inszenierte, romantisch akzentuierte Sci-Fi-Abenteuerkomödie von Garth Jennings nach dem gleichnamigen Roman von Douglas Adams, der hier erstmals auch für das Drehbuch zeichnet. Auf sämtlichen handlungstragenden Positionen typengerecht besetzt, bietet diese erfrischend altmodische Literaturverfilmung kurzweilige Unterhaltung für Freunde intelligenten britischen Humors und vermittelt einen treffenden Eindruck vom überbordenden Einfallsreichtum des von Teilen der Galaxis kultisch verehrten Reiseführers. Von drolligen Animationsfilmen im Stil der 1950er Jahre begleitet, die wichtige Begriffe wie „Babelfisch“ in Zeichentricksprache übersetzen, überzeugt der Film auch für die gelungene Gestaltung des manisch depressiven Roboters Marvin und sein ekelhaft herzloses Volk der Vogonen.

Di., 29. Dezember, 20.15 Uhr, KABEL 1

Kingsman: The Secret Service (2014)

Furios besetzte Agenten-Actionkomödie mit Schirm, Charme, aber ohne Melone, die sich der parodistischen Urahnen des Genres besinnt, um ihrem Publikum die haarsträubende Geschichte eines jungen Mannes zu präsentieren, der durch eine unglückliche Fügung in die Fußstapfen seines Vaters tritt und zum Gentleman-Spion im Dienste der Kingsman ausgebildet wird, obwohl er diesen „Rittern der Neuzeit“ in puncto Manieren bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Entstanden ist ein im besten Sinne vergnüglicher Kinospaß unter der Regie von Matthew Vaughn, der mit seiner geschickt ausbalancierten Mischung aus britischem Understatement alter Schule und jugendlicher Cleverness eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlägt und gehörig den Schalk im Nacken trägt.

So., 27. Dezember, 20.15 Uhr, PRO 7

Black Panther (2018)

Knallbunt-pompöses Fantasy-Actionabenteuer von Ryan Coogler, das als afrikanischer Faschingsfilm von Marvel einige Anleihen bei „Avatar“, bei „Krieg der Sterne“ und bei „Fast & Furious“ macht, um anhand schlechter Kannibalismus-Witze die Geschichte eines afrikanischen Königs zu erzählen, der als Hüter der Traditionen seines verborgen gehaltenen Fantasiereichs Wakanda auf allerlei Böseverbrecher und Konkurrenz in Gestalt des von Acne inversa entstellten Elitekämpfers N’Jadaka trifft. Eine überwiegend afroamerikanische Besetzung zwängt sich bereitwillig in Oscar-prämierte Kostüme, die, abgesehen von der zweiten Hightech-Haut des Titelhelden, die eher vom Outfit des Spider-Man inspiriert ist, das gesamte Spektrum frühzeitlich-kontinentaler Kriegsbemalung abdecken, um sich mittels alt-, aber auch neumodischer Schwerter auf die von Narben entstellte Pelle zu rücken. Sparsam in seinem geistlosen Humor und übersichtlich in seiner vorhersehbaren Handlung, präsentiert sich dieser Film als großangelegte ABM-Maßnahme für seine reinrassig dunkelhäutigen Amazonen, die genauso gut draufhauen können wie der olle Captain America.

Sa., 26. Dezember, 17.30 Uhr, PRO 7

True Grit (2010)

Hailee Steinfeld heuert, als 14-jähriges Mädchen nicht auf den Mund gefallen und hartnäckig in ihrer Verhandlungsführung, den einäugigen Marshal Reuben Cogburn alias Jeff Bridges wegen seines „Schneids“ an, den Mörder ihres Vaters für 50 Dollar Kopfgeld zu verfolgen, begegnet auf ihrer gemeinsamen Reise einem Höhergehängten, einem Zahnheilkundigen im Bärenfell und dem einarmigen Texas Ranger LaBoeuf in der Gestalt von Matt Damon, erschießt im weiteren Verlauf den gesuchten Tom Chaney alias Josh Brolin schließlich selbst, wird aber vom Rückstoß ihres Gewehres in eine Schlangengrube geworfen – und revanchiert sich 25 Jahre später für die Hilfe Reubens mit einem Besuch seines Grabes. Hochprozentig dramatisiertes und flüssig inszeniertes Western-Abenteuerdrama von Ethan und Joel Coen nach dem gleichnamigen Roman von Charles Portis, das, nahezu auf allen Positionen bärtig besetzt und auffällig für den starken Charakter seiner jugendlichen Hauptfigur, eine moralisch wertvolle „Pippi Langstrumpf im Wilden Westen“-Geschichte erzählt, um den Kern seiner literarischen Vorlage besser zu treffen als die erste Verfilmung „Der Marshal“ von 1969.

Fr., 25. Dezember, 20.15 Uhr, TELE 5

Can A Song Save Your Life? (2013)

Musikalisches Liebesdrama von John Carney, das den Produzenten und Talentscout Dan Mulligan, frisch aus dem einst von ihm gegründeten Independantlabel gefeuert, mit der talentierten Komponistin Gretta zusammenführt, um das Musikbusiness anhand zweier gescheiterter Partnerschaften als Haifischbecken herzloser Egomanen, aber auch als Pool ideenreicher Kreativer zu zeichnen, die aus ihrem Herzeleid im Handumdrehen klingende Münze machen. Während die weibliche Hauptdarstellerin Keira Knightley passabel singt und in einem der seltenen wunderbaren Momente des Films ihr ganzes Können zeigt, vertraut Mark Ruffalo in seiner Rolle eines zur Trunksucht neigenden Begabten eher auf die Wirkung seines scheinbar für unentbehrlich gehaltenen Dreitagebartes. Zuweilen sehenswert fotografiert, spricht dieser leider entschieden zu brave „Listener’s Digest“ die unerfreulichen Wahrheiten seiner Protagonisten gelassen aus, um seine vorhersehbare Geschichte mittels populärer Melodien zu einem glücklichen Ende zu führen.

Do., 24. Dezember, 22.15 Uhr, Kinowelt TV

Mystery Train (1989)

In drei Episoden erzählte, dramatisch akzentuierte Liebes- und Krimikomödie mit gesellschaftsatirischen Zügen von Jim Jarmusch, die sich nach einem hinreißenden Porträt eines sehr jungen, japanischen Liebespaares und ihrer Abstimmungsprobleme auf melancholische, aber zugleich sehr amüsante Weise den weiteren Personen seiner Handlung zuwendet. Entstanden ist eine tragikomische Zustandsbeschreibung der Vereinigten Staaten samt seiner Elvis-Legenden, -Mythen und -Verschwörungstheorien, die sich dem Zuschauer erst aus dem Blickwinkel fremder Kulturen betrachtet erschließen.

Mi., 23. Dezember, 14.40 Uhr, Kinowelt TV

Men in Black 3 (2012)

Sci-Fi-Action-Abenteuerkomödie von Barry Sonnenfeld, die nach dem Gefängnisausbruch des außerirdischen Bösebrutalos Boris einen Zeitsprung ins Jahr 1969 unternimmt, um den historischen Mond-Weltraumflug desselben Jahres mit einer delikaten Nebenaufgabe auszustatten. Von einigen wenigen Hängern abgesehen flüssig inszeniert und sehr komisch zwischen Futurismus und nostalgischer Weltbetrachtung ausgependelt, präsentiert sich das dritte Leinwandabenteuer der MIB nicht nur als bloße Nummernrevue extraterrestrischer Muppets, sondern als bündig-parodistisch erzählte Agentenstory mit charmantem Witz.

Mo., 21. Dezember, 1.45 Uhr, TNT Film

Ein seltsames Paar (1968)

Turbulente Junggesellen- und Screwball-Komödie von Gene Saks nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Neil Simon, in der sich ein akut selbstmordgefährdeter Jack Lemmon nach der Trennung von seiner langjährigen Ehefrau im Haushalt des Sportreporters Walter Matthau einnistet, der, ebenfalls geschieden, die Vorzüge einer trauten Zweierbeziehung mit einem liebevollen „Mausezahn“ quittiert, aber auch die negativen Seiten eines Lebens an der Seite einer „wandelnden Seufzerbrücke“ kennenlernt und sie alsbald höflichst bittet, sich zum Putzteufel zu scheren. Jack Lemmon als pedantischer Hausmann und schmerzgeplagte „Mary Poppins“ trägt den eher undankbaren Part des vorausschauend-verklemmten Sensibelchen mit Fassung, während Walter Matthau, „geschieden, pleite und schlampig“, und seine Pokerkumpane aus Sorge um den gemeinsamen Freund „Reise nach Jerusalem“ statt Poker spielen.

So., 20. Dezember, 14.55 Uhr, Servus TV

Get Out (2017)

Hintergründiger Mystery-Horrorthriller von Jordan Peele, der, zwischen Comedy-Elementen, alptraumartiger Zombiesatire und drastischen Schockmomenten pendelnd, den von sonderbaren Zwischenfällen begleiteten Höflichkeitsbesuch eines jungen afroamerikanischen Fotografen in ein Gipfeltreffen mit dem scheinliberalen weißen Rassismus einer sektenartig organisierten Großfamilie und ihrer „hirnlosen“ Dienerschaft verwandelt. Von einer gespenstisch realistischen Überwältigungsszene in den Film eingeführt, wird der junge Fotograf Chris Washington alias Daniel Kaluuya von seinen Stiefeltern in spe mit Möhrenkuchen eingelullt, bis sie ihn beinahe auf dem OP-Tisch haben, um ihn – oder wenigstens seinen Körper – im Kreis der ihren aufzunehmen.

Sa., 19. Dezember, 22.05 Uhr, TNT Serie