Der Pate 2 (1974)

Erste Fortsetzung des epischen Gangster- und „Familien“-Dramas von Francis Ford Coppola, die seinem Publikum eine weitere Episode aus dem Leben des Paten Al Pacino beschert und den ersten Teil um dessen Vorgeschichte ergänzt. Robert De Niro in der Rolle des jungen Vito Corleone behauptet sich auf den Straßen New Yorks als öliger Olivenölimporteur, Teppichlieferant und eiskalter Killer, ehe er in Sizilien Blutrache an der Ermordung seiner Eltern nimmt, Al Pacino verteidigt sich mit Erfolg vor dem Kongress, weitet sein Glücksspielimperium auf Kuba aus und entledigt sich seines älteren Bruders Fredo alias John Cazale.

Sa., 31. Oktober, 0.20 Uhr, ZDF

True Story – Spiel um Macht (2015)

Psychologisches Mystery-Krimidrama von Rupert Goold, das den Journalisten Michael Finkel, nach einer unsauber recherchierten Story für die New York Times auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld, mit dem wegen mehrfachen Mordes an seiner Familie angeklagten Christian Longo konfrontiert. Auf wahren Begebenheiten beruhender Film nach dem gleichnamigen Buch Michael Finkels, der sich weniger für die Frage nach der Schuld des Angeklagten als für die psycholgische Beschaffenheit eines gedemütigten Erfolgsautoren interessiert, der für seine Karriere bereitwillig in die Falle der Manipulation tappt. Darstellerisch und hinsichtlich seiner Kernaussage überzeugend, bringt sich dieser Thriller durch die gleichnishafte Verquickung von Kapitalverbrechen und dem Bruch mit journalistischen Regeln selbst in Erklärungsnöte.

Fr., 30. Oktober, 23.50 Uhr, 3 SAT

Eraser (1996)

Waffenstarrender Actionthriller von Chuck Russell um einen US-Marshal in Gestalt der muskulösen Frohnatur Arnold Schwarzeneger, der im Dienste einer Zeugenschutzbehörde immer pünktlich zur Stelle ist, wenn es für seine Klienten allmählich brenzlig wird. Gelegentlich gelungen in seinem Bemühen um einen unterschwellig satirischen und selbstironischen Ton, setzt dieser Film im Wesentlichen auf spektaluläre Action und knallharte Ballereien, um seinem Helden ähnlich lapidare Kommentare wie in seiner Funktion als „Terminator“ in den Mund zu legen, während James Caan als sein Vorgesetzter den Part des selbstsüchtigen Bösebeamten übernimmt.

Do., 29. Oktober, 22.25 Uhr, TNT Film

Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi (2017)

Als große Wundertüte aus dem Star-Wars-Universum inszeniertes Fantasy-Actionabenteuer von Rian Johnson, das einen trotz einiger Schlachterfolge schwer angeschlagenen Widerstand zeigt, ehe sich das Blatt bei der unvermeidlichen Begegnung der Lichtschwerter doch noch einmal zum Guten wendet. Mark Hamill übt sich in seiner Mönchskutte in ungewöhnlich-archaischen Fischereimethoden, Chewbacca freudet sich mit possierlichem Federvieh an – diese Liste ließe sich beliebig lange weiterführen, was leider nichts daran ändert, dass dieser zweite Teil der dritten Trilogie den Schwung und den erzählerischen Elan aus Episode VII nicht aufrecht erhalten kann und darüber hinaus mehrere völllig überflüssige Nebenfiguren einführt.

So., 25. Oktober, 20.15 Uhr, PRO 7

Der Pate (1972)

Episches Gangster- und „Familien“-Drama von Francis Ford Coppola, das sich nach einem Attentat auf Vito Corleone alias Marlon Brando den schmutzigen Bandenkriegen des organisierten Verbrechens in New York zuwendet, um sich zu einer brillanten Studie der eskalierenden Gewalt zu verdichten. Marlon Brando, als Pate alter Schule gegen die Einführung neumodischer Drogengeschäfte, wird nach dem Erwerb zweier Apfelsinen und einer Paprikaschote von der Konkurrenz niedergestreckt, was Al Pacino zum Anlass für einen Doppelmord im „Louis Italian-American Restaurant“ nimmt, den wiederum sein älterer Bruder Sonny alias James Caan unter Ausnutzung seiner aufbrausenden Charaktereigenschaften mit dem Leben bezahlt. Untermalt von der legendär gewordenen Titelmelodie Nino Rotas, hat sich dieser Evergreen der Filmgeschichte für eine ganze Reihe von Szenen ins kollektive Gedächtnis der Menschheit gebrannt, unter anderem für seine Tierkadaver-Attacke gegen den Filmproduzenten Jack Woltz alias John Marley oder Vito Corleones seinem kleinen Enkel zuliebe inszenierte Schabernack-Performance in den Tomatenrabatten des Todes. Die alte Oma ZDF zeigt den Film wieder einmal nur in einer stark gekürzten deutschen TV-Fassung.

Sa., 24. Oktober, 1.00 Uhr, ZDF

Die Lincoln Verschwörung (2010)

Historisches Justizdrama von Robert Redford, das den persönlichen Entwicklungsprozess seiner Hauptfigur Frederick Aiken, Strafverteidiger wider Willen, in den Vordergrund seiner Betrachtungen stellt, um den wahren Wert der frisch aufgesetzten amerikanischen Verfassung anhand eines historischen Strafprozesses zu belegen, der die Rechte der Angeklagten im Dienste einer aufgebrachten Öffentlichkeit missachtet. In höchstem Maße didaktisch aufbereitet, zieht diese inhaltlich brisante Doppel-Lehrstunde in Sachen Demokratie nahezu wirkungslos an ihrem Betrachter vorüber.

Fr., 23. Oktober, 22.15 Uhr, 3 SAT

Prometheus – Dunkle Zeichen (2012)

Sci-Fi-Abenteuerdrama von Ridley Scott, das sich mittels einer überraschungsarm gestalteten Aneinanderreihung genretypisch gewordener Errungenschaften – Zischlaute verursachende Hyperschlafkapseln treffen auf kommunizierende MedPods, holografische Klugscheißer und den scheinbar unentbehrlichen abgerissenen Androidenkopf von Michael Fassbender – um eine wenig plausible Vorgeschichte für die Alien-Saga zu bemühen und auf dem unwirtlichen Mond LV-223 auf die Reste einer fremden Zivilisation mit menschlicher DNS zu stoßen. Technisch hochwertig, aber einzig auf der Position der weiblichen Hauptrolle markant besetzt, fügt sich dieser insgesamt ansehnliche Streifen nahezu nahtlos in die Produktpalette eines hybrid-modernen Kommerzkinos ein.

Mi., 21. Oktober, 20.15 Uhr, KABEL 1

Time Bandits (1981)

Märchenhaft-parodistische Fantasy-Abenteuerkomödie von Terry Gilliam, die, stilistisch zwischen den verschiedensten Genres angesiedelt, durch Zeit und Raum fliegt, um dem kleinen Kevin einen näheren Eindruck von der Menschheitsgeschichte außerhalb seines spießbürgerlichen Elternhauses zu vermitteln. Von sechs zeitreisenden Zwergen aus seinem Kinderzimmerschrank eingeladen, mittels einer gestohlenen Landkarte die Welt zu bereisen, um raubend und plündernd stinkreich zu werden, begegnet er unter anderem John Cleese als Robin Hood und Sean Connery als Agamemnon, ehe er vom „Obersten Wesen“ für würdig befunden wird, von nun an das Böse ganz allein zu bekämpfen.

Di., 20. Oktober, 20.15 Uhr, TNT Film

Superman 3 – Der stählerne Blitz (1983)

Selbstparodistische Action-Abenteuerkomödie von Richard Lester, die den strahlenden Wunderknaben Clark Kent (Christopher Reeve) in den stählernen Superhelden Superman verwandelt, um ihn anschließend durch den Kontakt mit einem grünen Brocken synthetisch hergestellten Kryptonits seinem wahren Ich als anarchistischer Misanthrop zuzuführen, der das Entzünden des olympischen Feuers vereitelt, einem Souvenirhändler in Pisa die Geschäftsgrundlage nimmt und sein Alter Ego auf einem Schrottplatz vermöbelt. Kurzweilig, aber ohne überzeugende innere Haltung inszeniert, streut diese Superhelden-Slapstick-Variante ihren Spott über alles und jeden, der ihr bei der Rettung der Welt in die Quere kommt.

So., 18. Oktober, 17.40 Uhr, TELE 5

Der Marathon-Mann (1976)

Politthriller von John Schlesinger um einen Studenten der Geschichte und angehenden Marathonläufer, der – vollkommen unschuldig und ahnungslos – zwischen die Fronten rivalisierender Kräfte im Streit um einen millionenschweren Diamanten-Coup gerät. Exzellent fotografiert, in der Hauptrolle brillant gespielt und an der Grenze zur Nervenentzündung inszeniert, ist dieser inhaltlich zumindest fragwürdige Klassiker seines Genres für seine Folterszenen mit dem penetrant „Sind Sie außer Gefahr?“ fragenden Laurence Olivier als ehemaliger Zahnarzt in Auschwitz berühmt-berüchtigt geworden.

Sa., 17. Oktober, 22.00 Uhr, One