Kikis kleiner Lieferservice (1989)

Als 2D-Animationsfilm realisiertes Fantasy-Abenteuerdrama nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Eiko Kadano. Im japanischen Ghibli-Studio entstanden, frönt Regisseur Hayao Miyazaki einmal mehr seiner Begeisterung für das Fliegen in diesem zauberhaften Film für die ganze Familie, der seine jugendliche Heldin Kiki, Hexenschülerin im Probejahr, an der Seite ihres kleinen Katers Jiji in verschiedene Abenteuer verwickelt, deren größtes wahrscheinlich die Bekanntschaft mit einem gleichaltrigen Jungen darstellt, den sie dank ihrer im entscheidenden Moment wiedergewonnenen Superkräfte vor dem sicheren Tod bewahrt.

Mo., 31. August, 18.00 Uhr, Kinowelt TV

Chicken Run (2000)

Parodistische, als Knetanimationsfilm realisierte Abenteuerkomödie von Nick Park und Peter Lord um einen Haufen total verrückter Hühner, die unter der Anleitung des lebenden Kanonenhahns Rocky versuchen, von Mr. Tweedy’s sadistischer Hühnerfarm zu entkommen und ihre Freiheit wiederzuerlangen, wofür sie ein entwürdigendes Leibesertüchtigungsprogramm und mehrere Schubkraft-Experimente in Kauf nehmen, ehe sie die schäbigen Baracken ihres Lagers in ihre Einzelteile zerlegen und in einer „alten Kiste“ in Richtung Paradies davonflattern. Anspielungsreich und in seinem komplexen Humor auch an ein erwachsenes Publikum gerichtet, erinnert dieser Film bei seinem gewagten Ritt durch die Hühnerpastetenmaschine der profitgierigen Mrs. Tweedy nicht von ungefähr an Charlie Chaplins satirisches Meisterwerk „Moderne Zeiten“.

So., 30. August, 18.35 Uhr, Kinowelt TV

Pompeii (2014)

Cassia alias Emily Browning lässt den zudringlichen römischen Senator Corvus (Kiefer Sutherland) abblitzen und verliebt sich anstelle seiner in den aus Londinium eingeschleppten Sklaven und Gladiatoren Milo (Kit Harington). Melodramatisch-romantisches Abenteuer-Actiondrama von Paul W.S. Anderson, das als pompöse Schlachteplatte konsequent auf ein römisches Massensterben in der Arena zusteuert, ehe Gevatter Tod mit einem infernalischen „Bombenangriff“, Lavaströmen und einem Tsunami zurückschlägt. Eine dünne Story und schwache Dialoge treffen auf sehenswert choreografierte Kämpfe und bombastische Katastrophen-Action, ehe sich die beiden Hauptprotagonisten im Angesicht des sicheren Todes endlich küssen.

Sa., 29. August, 22.30 Uhr, SAT.1

Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück (1980)

Carrie Fisher alias Prinzessin Leia läuft an der Seite Han Solos und Chewbaccas erneut in eine Falle Darth Vaders, erwägt, den Rasenden Falken „anzuschieben“ – und küsst Harrison Ford und Mark Hamill. Stark komödiantisch akzentuiertes Fantasy-Actionabenteuer, das, von Irvin Kershner als fantasievoll-abwechslungsreiches Weltraumabenteuer inszeniert, vor allem die Versuche Darth Vaders schildert, seinen Sohn Luke Skywalker auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. R2-D2 kriegt als „kleiner törichter Nietenbolzen“ im Dagobah-System Yodas das Kotzen und C-3PO muss ständig um seine Schaltkreise bangen.

Fr., 28. August, 20.15 Uhr, PRO 7

Victoria (2015)

Romantisches Krimidrama von Sebastian Schipper, das als authentische Beschreibung Berliner Jugendkultur mit der romantischen Begegnung zweier junger Menschen beginnt, die es vorziehen, sich auf spielerische Art und Weise kennenzulernen, um sie anschließend in einen auf fatale Weise scheiternden Bankraub zu verwickeln, in dessen Verlauf sämtliche Beteiligten außer Victoria auf der Flucht erschossen werden. Binnen weniger Stunden eines einzigen Tages erzählt, gefällt dieser Film zunächst für seinen Mut, einer vergleichsweise alltäglichen Geschichte Raum und Aufmerksamkeit zu schenken, um daraus später das psychologische Porträt einer Frau zu entwickeln, die nach einer persönlichen Enttäuschung „zu jeder Schandtat“ bereit ist.

Do., 27. August, 23.35 Uhr, NDR

Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffung (1977)

Carrie Fisher alias Prinzessin Leia erkennt das Imperium an seinem „fauligen Gestank“, begrüßt Luke Skywalker mit den Worten „So klein und schon bei den Sturmtruppen?“ und flieht an seiner Seite, unterstützt von der „Söldnerseele“ Han Solo und dem „laufenden Bettvorleger“ Chewbacca, vom Todesstern. Stark komödiantisch akzentuiertes Fantasy-Actionabenteuer, das, berühmt für seine schmissigen Melodien, seine vermenschlichten Roboterseelen R2-D2 und C-3PO und sein gelungenes Sounddesign, 1997 digital überarbeitet wurde, um der imperialen Superwaffe „Todesstern“ und Darth Vader einen vernichtenden Schlag beizufügen.

Fr., 21. August, 20.15 Uhr, PRO 7

Tootsie (1982)

Elegant inszenierte Travestie-Komödie von und mit Sydney Pollack, die, inhaltlich harmlos, aber pointiert erzählt, den erfolglosen Schauspieler Michael Dorsey alias Dustin Hoffman, „die beste Tomate“ des Werbefernsehens, in die erstrebenswert direkte Serienschauspielerin Dorothy Michaels verwandelt, die sich schon bald vor weiblichen wie männlichen Verehrern nicht mehr retten kann. Dank zahlreicher sarkastischer Anspielungen auf das Medienbusiness auch heute noch von großem Unterhaltungswert, erreichen die geschlechterspezifischen Gags dieses Films allmählich musealen Charakter.

Do., 20. August, 22.05 Uhr, ZDF Neo

Down by Law (1986)

In stimmungsvoll-melancholischen Schwarzweißbildern fotografierte, poetisch-dramatische Komödie von Jim Jarmusch, die drei gesellschaftliche Außenseiter auf der Suche nach ihrem privaten Glück in einer schmucklosen Gefängniszelle zusammenführt, um sie – vielleicht mit der Ausnahme des italienischen Falschspielers und „Scheißkillers“ Roberto Benigni, der sich in Luigi’s Tin Top in die seelenverwandte Nicoletta verliebt – nach gelungener Flucht „vom Regen in die Traufe“ zu führen. Von bemerkenswerter Ironie getragen, zeugt dieses lebensphilosophische Meisterwerk, das seinen glänzend kooperierenden Darstellern (und Filmmusik-Komponisten) Tom Waits und John Lurie den endgültigen Durchbruch verschaffte, für die gelungene Zusammenarbeit mehrerer befreundeter Kreativer.

Mi., 19. August, 18.00 Uhr, Kinowelt TV

Hot Shots – Die Mutter aller Filme (1991)

Parodistisch-amouröse Slapstick- und Nonsenskomödie, die sich unter dem Einsatz eines leicht angestoßenen Running Gags über den Patriotismus von „Top Gun“ mokiert, aber auch eine Vielzahl weiterer bekannter Filme satirisch auf die Schippe nimmt. Sympathisch für seine wehrzersetzenden „Yankee Doppelwhopper Sesam“ -Tendenzen, präsentiert sich dieser nur eingeschränkt subversive Unterhaltungsstreifen von Jim Abrahams als liebevoller Klaps auf den Popo der amerikanischen Kinogeschichte.

Di., 18. August, 20.15 Uhr, KABEL 1

Flash Gordon (1980)

Selbstironisches Sci-Fi-Actionabenteuer von Mike Hodges nach dem gleichnamigen Comic, in dem drei Erdlinge in einem umgebauten Federball ins Weltall fliegen, um sich an der Seite prähistorischer Lederhosen-Engel dem futuristischen „Reichsführer“ und Imperator Ming und seiner Geheimpolizei zu stellen und die Erde vor der totalen Zerstörung zu retten. Als Höhepunkte dieses knallbunten Weltraumabenteuers sind die Völkerballschlacht zwischen Mings Palastwachen und dem Football-Verteidiger Flash Gordon bei dessen Ankunft, die Gehirnwäsche des Dr. Zarkov und die fabelhaft unromantische Hochzeitszeremonie zwischen Ming und Dale Arden zu nennen.

So., 16. August, 20.15 Uhr, TELE 5