Nevada Smith (1966)

Ansprechend fotografierter Western mit Steve McQueen, der sich nach der Ermordung seiner Eltern auf die Suche nach deren Mördern macht. Als heißblütiges Halbblut des Schießens und des Lesens unkundig, bietet die zweifelhafte Heldenfigur des Max Sand viel Raum für eine abenteuerliche Entwicklungsgeschichte und viele Gelegenheiten für ihn, neue Freunde zu finden, aber wenig Entsprechung in der dramatischen Entwicklung der Geschichte, die noch nicht einmal mit dem Gedanken spielt, dass sich der auf Rache sinnende Max von seinem Vorsatz auch wieder distanzieren könnte. Wenn Sand im Finale den letzten der gesuchten Täter an einem Flussbett niederstreckt (ohne ihn zu erschießen!), neigt sich ein hochwertig gemachter, aber inhaltlich fragwürdiger Film der untergehenden Sonne entgegen, in der sich laszive Frauen (Joanna Moore) hocherfreut über den Tod ihres Gatten zeigen und andere, von einem Schlangenbiss gequält (Suzanne Pleshette), einfach wieder aus dem Blickfeld verschwinden.

Fr., 20. März, 22.50 Uhr, BAYERN