Am Ende des Tunnels

Eigentlich hat die U-Bahnfahrerin Silke (Ulrike Kriener) gar keinen Dienst, als die unter Schüben manischer Depression leidende Yvonne ihrem Leben gewaltsam ein Ende setzt. Einen Tag später tritt Silke den gemeinsamen Urlaub mit ihrem Mann Albert (Armin Rohde) im sonnigen Süden an, doch da ist die Finsternis der Trauer schon in ihr Herz gezogen. Am Ende des Tunnels von Dror Zahavi (Regie) und Georg Weber (Buch) erzählt nicht die Leidensgeschichte einer selbstmordgefährdeten Frau, sondern ist ein dicht am Leben entlang entwickeltes Psychodrama, das die ehedem in nahezu glücklicher Partnerschaft lebende U-Bahnfahrerin komplett aus der Bahn wirft. Ein stimmiger und glaubhafter Film, mit dem Dror Zahavi das Kunststück gelungen ist, für den introvertierten und an äußeren Handlungen armen Prozess der Trauerarbeit emotional bewegende Bilder zu finden.

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