Ein krasser Deal

Als der liebe Gott den Grips auf die Geschöpfe verteilt hat, lungerten Yogi (Tom Beck) und Kemal (Josef Heynert) wahrscheinlich schon hinter irgendwelchen Verstärkern herum und haben an ihren ersten Songtexten gehobelt. Helle sind sie nicht, die beiden Hip-Hopper, dafür haben sie das Herz auf dem richtigen Fleck und verstehen sich bestens darauf, auch aus der unmöglichsten Situation das Beste zu machen. Kurz vor einem wichtigen Wettbewerb stehend, werden sie von den beiden Nachwuchsregisseuren Christina Fürneisen und Daniel Texter auf die Suche nach einer gezwungenermaßen blonden Frau mit einem Leberfleck auf der Stirn geschickt, die sie für den Kredithai und Autoschieber Harry Fleischer (Thierry van Werveke) in indischer Tanzkunst unterweisen müssen. Ein krasser Deal, das zweite First-Cut-Projekt von PRO 7, mit dem der Sender junge Regietalente fördern will, wartet zwar mit einer Reihe hübscher komödiantischer Einfälle auf, bleibt insgesamt aber zu brav und tritt bisweilen arg auf der Stelle.

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Sehnsucht

Wie jeder Mensch wird auch die junge Psychologiestudentin Lisa von einer Sehnsucht getrieben, und so sehen wir sie eingangs des Films, wie sie vergeblich das Gespräch mit einem Verflossenen sucht, der sie kurzerhand über die Fernsprechanlage abblitzen lässt. Außer sich vor Wut rennt Lisa zum Training und gleich darauf gegen eine weitere Wand, landet in der Notaufnahme und verliebt sich dort in ihren Chirurgen. Geht es anfangs Schlag auf Schlag, so konzentriert sich Ciro Cappellaris Psychodrama im Folgenden ganz auf die fatale Liebesbeziehung zwischen einer Frau mit einer Affinität zu Problemen und einem Mann mit einem Problem: Alexander (Misel Maticevic) ist Alkoholiker. Nach einem Drehbuch von Tobias Stille ist ein vielschichtiges Drama entstanden, das vor allem von der intensiven Präsenz seiner Hauptdarstellerin Katharina Schüttler profitiert und so komplexe Themen wie Sucht, Opferbereitschaft und Selbstaufgabe auf weitgehend überzeugende Weise thematisiert.

Dinner for Two

Es ist schon traurig: Ausgerechnet im Land der Germknödel und Palatschinken wird der Unternehmer Poldi Wörmann auf strengste Diät gesetzt. Mit nichts als einem Teller voll Tofu muss er im eigenen Haus den Spott seiner japanischen Klientel ertragen, und dann besinnen sich seine resolute Frau Steffi und deren beste Freundin Sophie auch noch auf einen alten gemeinsamen Traum und richten den Catering-Service Dinner for Two ein, um die in der Haushaltskasse klaffenden Löcher zu stopfen. Die beiden Vollblut-Volksschauspielerinnen Marianne Mendt und Gisela Schneeberger spielen die Hauptrollen in dieser Komödie, und es versteht sich von selbst, dass Poldi, verkörpert von dem nicht minder populären Wiener Schauspieler Erwin Steinhauer, schon bald wieder in den Genuss der Kochkünste seiner Frau kommt. Eine weitere, augenzwinkernde Gemeinschaftsproduktion von Ulli Schwarzenberger und ihrem Gatten Xaver, die getreu den Prinzipien des „Komödienstadl“ für kurzweilige Unterhaltung sorgt.