Der weiße Afrikaner

Spannende Geschichten, meint man, sollten in Südafrika auf der Straße liegen. Stattdessen erlebt man mit Martin Enlens zweiteiligem Abenteuerfilm Der weiße Afrikaner eine aufwändig ausgestattete Gold-gräber-Story, die nicht nur wegen der Mitwirkung eines fast blinden Löwen eher an „Daktari“ als an die großen Vorbilder des Genres erinnert. Tim Bergmann in der Rolle des jungen Geologen Hans Merensky, der als kleiner Junge seine Eltern auf dem Schwarzen Kontinent verlor, buddelt sich auf der Suche nach Edelmetall durch eine lachhafte Kolportage-geschichte, die neben ein paar komödiantischen Elementen und groteskem Kitsch (vom Pistolenduell bis zur Entführung der Braut ist alles dabei) vor allem eines bietet: abgrundtiefe Langeweile. Böte der an Originalschauplätzen gedrehte Film (Kamera: Philipp Timme) nicht eine ganze Reihe beeindruckender Landschaftsaufnahmen, wäre er überhaupt keiner Erwähnung wert.

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